Arabische Literatur

Arabische Literatur

Die Anfänge der Arabischen Literatur liegen in vorchristlicher Zeit. Allerdings wurden die Texte zum Großteil mündlich überliefert und erst Jahrhunderte später nieder geschrieben. Im 5. bis 7. Jahrhundert begann das als Qaside bezeichnete Gedicht sich durchzusetzen. In den Reimen fanden Trauer, Liebe oder Lobpreisungen Ausdruck. Als berühmteste Gedichtsammlung dieser Art gilt Al Muallakat . Die Verse wurden auf Tücher geschrieben und vor den Toren der Kaaba, des Heiligtums des Islams, angebracht. Überliefert sind auch Prosatexte, so wurde in “Tage der Araber” die Auseinandersetzung von rivalisierenden Beduinenstämmen beschrieben.

Zu den ältesten Schriften der Arabischen Literatur zählt der Koran. Die Heilige Schrift des Islam ist durchgehend in Reimprosa verfasst und gilt als Wegbereiter Arabischer Literatur. Zur klassischen Literatur der arabischen Länder zählt auch die Fabelsammlung Kalila wa Dimna, welche der Perser Ibn-al-Mukaffa im 8. Jahrhundert in das Arabische übertrug. Wenig Beachtung schenkte man dagegen den Erzählungen aus “Tausendundeiner Nacht”. Sie dienten lediglich als seichte Unterhaltung der Männer in den Kaffeehäusern. Erst als die morgenländischen Erzählungen in Europa auf breite Resonanz stießen, besann man sich auf den Wert der Texte. Große Bedeutung kommt der wissenschaftlichen Literatur zu. Besonders in den Bereichen Chemie, Mathematik und Astronomie wurden griechische Fachtexte gesammelt und aufbereitet.

Erste Bücher wurden in der arabischen Welt Anfang des 18. Jahrhunderts gedruckt. Dabei handelte es sich beinahe ausschließlich um christliche Werke. Einen Aufschwung erlebte der Buchdruck ein Jahrhundert später, als Napoleon bei seinem Einmarsch in Ägypten eine Druckerpresse im Gepäck hatte. Die meisten Bücher werden heute in Ägypten und im Libanon veröffentlicht. Nur wenige Autoren werden ins Deutsche übersetzt. Zu klein wäre der Leserkreis für arabische Belletristik. Einige Verlage versuchen, die Lücke mit zweisprachigen Ausgaben zu schließen. Dennoch gilt Arabische Literatur als Mangelware in deutschen Bücherregalen.

Im Jahre 1988 erhielt Nadschib Mahfus als erster arabischer Autor den Literaturnobelpreis. Weitere bedeutende arabische Schriftsteller sind die Autorin Nawal El Saadawi, welche sich besonders für die Rechte der Frau stark macht, oder Radua Ashur. Die Professorin für englische Literaturwissenschaft veröffentlichte auch in englischer Sprache. Besonderer Verdienst um die moderne Arabische Literatur kommt Yusuf al-Khal zu.

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